Auf Krishnas Spuren

Heute Vormittag sind wir mit dem Zug von Delhi nach Agra gefahren. Nachdem wir uns im Hotel gestärkt haben, sind wir mit einem Mietwagen (inkl. Fahrer) nach Mathura und Vrindavan gefahren. Das klingt für die meisten jetzt erstmal wie böhmische Dörfer, aber Mathura ist der Geburtsort von Krishna. Er ist hier einem Gefängnis zur Welt gekommen, nur in welchem, darüber ist man sich hier nicht ganz einig. Später wurde Krishna von seinem Vater nach Vrindavan gebracht, wo er aufgewachsen ist und auch seine Späße getrieben hat. Beispielsweise klaute er hier die Kleider der Hirtenmädchen, während diese gerade im Fluss badeten.
Wir haben heute in den beiden Orten zahlreiche Tempel besichtigt, wovon einige sehr beeindruckend sind. Einer davon ist der Rangaji-Tempel, der größte Tempel Nordindiens mit einem 520 Kilogramm schweren goldenen Mast oder auch den Krishna-Balaram-Tempelkomplex, mit seinem weißen Marmor. Dieser Tempelkomplex gehört der International Society for Krishnas Consciouness. Die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaft sind auch besser unter dem Namen Hare Krishna bekannt. Leider ist es nicht erlaubt in den Tempeln zu fotografieren, so dass ich davon keine Bilder habe.

Für mich war es heute auch eine Reise in einen sehr sehr armen Teil Indiens. Ich selbst kam mir diesmal sehr fremd in diesem Land vor und andere Ausländer sind mir hier nicht begegnet. Die Strassen sind hier sehr eng, so dass wir uns zwischen den Tempeln per Fahrradrikscha fortbewegten. Es ist teilweise sehr überraschend gewesen, durch welche engen Gassen wir gelaufen sind und plötzlich standen wir wieder vor einem Tempel, den wir besucht haben.

Zum Schluss noch zwei Hinweise:
1. Wenn Euch jemand etwas gibt, nehmt es immer mit der rechten Hand an. Man vermeidet dadurch unnötige Fettnäpfchen.
2. Dies betrifft vor allem die Brillenträger. In den Tempeln und drumherum sind sehr viele Affen unterwegs. Die haben es u.a. besonders gern auf Brillen abgesehen. Brillen daher lieber absetzen oder an solchen Tagen Kontaktlinsen tragen.

Insgesamt war es für mich heute ein sehr anstrengender und auch nachdenklicher Tag gewesen. Ich werde noch eine Weile brauchen, das heute erlebte vollständig zu verarbeiten.

Bis bald,

Gimli

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