Kleine Unterschiede

Autorikschafahrt in Jaipur

Heute habe ich meinen zweiten Tag in Mumbai verbracht und ich will mal berichten, welche Unterschiede mir zwischen Indien und Deutschland aufgefallen sind.

Shopping

Hiren und ich sind heute in mehreren Shoppingmalls unterwegs gewesen. Man kann diese mit den Einkaufszentren in Deutschland vergleichen, aber es ist trotzdem anders. Gleich beim betreten bekommt man dies zu spüren. Um die Mall betreten zu können, muss man(n) und auch Frau erstmal eine Sicherheitskontrolle passieren. Hier gibt es für Männlein und Weiblein separate Kontrollen.

In der Mall kommt man sich ziemlich einsam vor.  Es ist keine Vergleich mit dem Treiben auf den Straßen in Mumbai oder in den anderen Orten. Das ist ungefähr so, als ob auf der Zeil alles voll Menschen ist und sowie Ihr das MyZeil betretet, könnnt Ihr die Leute, die Euch entgegen kommen an einer Hand abzählen. Das liegt auch daran, dass das Preisniveau in den Malls bedeutend höher

Nachdem Ihr in einem größeren Kaufhaus etwas gekauft habt, solltet Ihr beim Verlassen des Kaufhauses Euren Kassenbon bereithalten, da dieser hier nochmal kontrolliert und abgestempelt wird. Sicher ist sicher.

Zum Abendessen waren wir heute bei Hirens Schwester eingeladen und morgen sind wir bei Meghas Eltern eingeladen. Als Gast wollte ich natürlich nicht mit leeren Händen dastehen und wollte die Gelegenheit auch gleich nutzen und zwei Gastgeschenke besorgen. Nachdem ich etwas ausgesucht habe, dachte ich mir, mach es nicht unnötig kompliziert und hole für beide Gastgeber das Gleiche. Hiren hat mich dann aber darauf hingewiesen, dass man in Indien unterscheiden muss, ob man Verwandte des Mannes oder der Frau besucht. Bei den Verwandten der Frau wird dies nicht erwartet, das man ein Geschenk mitbringt und wenn, dann wirklich nur eine Kleinigkeit. Man würde die Gastgeber hier eher in Verlegenheit bringen. Ok, dann man muss also doch ein anderes Geschenk her.

Straßenverkehr

Wie schon erwähnt ist der Straßenverkehr in Indien etwas chaotischer als bei uns. Es zählt die lauteste Hupe, langsamere Autos haben hinten die nette Aufschrift „Please Horn“, rote Ampeln sind nur eine Empfehlung und kein Muss und wozu es eigentlich Fahrbahnmarkierungen gibt, ist mir hier echt ein Rätsel. Auch wieviele Personen in einem Auto sitzen und wieviel Gepäck mitgenommen wird, ist eher freie Auslegungssache. Was passt, das passt eben.

Was sich in Indien aber sehr unangenehm bemerkbar macht ist die sehr starke Luftverschmutzung. Man hat jeden Tag das Gefühl, dass man durch eine Dunstglocke läuft. Für Asthmatiker ist der Aufenthalt mit Sicherheit hart.

Duschen

Wie jetzt, was ist beim Duschen anders? Auf alle Fälle wird auch mit Wasser geduscht. Was mir aber in jedem Hotel aufgefallen ist, es gibt im Badezimmer keine abgetrennte Duschkabine, sondern das ganze Badezimmer ist die Duschkabine. Das Badezimmer ist etwas tiefer gelegt, als das Hotelzimmer und im Boden gibt es einen Abfluss. Doof ist natürlich, wenn der Abfluss mal versehentlich verstopft ist und dann plötzlich das ganze Zimmer unter Wasser steht. In Indien ist es auch keine Selbstverständlichkeit, dass die Zimmer rund um die Uhr warmes Wasser haben, gerade wenn man in eher kleineren Hotels ist. Um sicher zu gehen, dass man warmes Wasser hat, sollte man rechtzeitig an der Rezeption Bescheid geben.

Ebenfalls auffällig in Indien ist, das in jeder Dusche ein großer Eimer und ein Becher steht. Hiren hat mir erklärt, dass Inder lieber den Eimer mit Wasser füllen und mit dem Becher immer das Wasser aus dem Eimer nehmen, um sich abzuduschen. Ich denke das ist auf alle Fälle eine sehr gute Möglichkeit, um Wasser zu sparen. Das kann man als sehr positives Beispiel nehmen.

 

Tata,

Gimli

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