Samarkand – Ein Traum in Türkis 1. Teil

Nach der langen Autofahrt gestern und einem ersten kurzen Rundgang durch Samarkand, hatten wir heute ausgiebig Zeit Samarkand zu erkunden. Aber auch nach Samarkand verfolgt uns noch Tadschikistan. Der tadschikische Präsident war in Usbekistan und wollte heute auch Samarkand besichtigen. Das hatte einen großen Vorteil für uns, es fuhren keine Autos auf den Straßen. Leider fuhr unser Bus auch nicht.

Nun gut, viele der Sehenswürdigkeiten waren von unserem Hotel auch zu Fuß zu erreichen. Samarkand blickt auf eine 2700 jährige Geschichte zurück und mehrere Routen der legendären Seidenstraße kreuzten sich in dieser Stadt.

Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend, ist der Registan (Sandplatz). Im mittelalterlichen Orient war es der Platz, wo Erlasse verkündet wurden, Gericht gehalten wurde, aber auch reges Markttreiben stattfand. Der Registan ist von drei Medresen (islamische Hochschulen) umgegeben, die zu unterschiedlichen Zeiten erbaut wurden.
Die älteste Medrese ist die Ulug‘bek-Medrese, die zwischen 1417 und 1420 errichtet wurde und mit Sternenmotiven verziert ist.
Die zweite Medrese ist die Sherdor-Medrese, die „Löwentragende“, die zwischen 1619 und 1632 erbaut wurde. Auf ihr sind tigerartige Löwen bei der Antilopenjagd dargestellt.
Die jüngste ist die Tillakori-Medrese (Bauzeit: 1641 bis 1660), die „Goldbedeckte“. Die zur Medrese gehörende Moschee mit ihren mit Blattgold verzierten Innenraum, gab der Medrese ihren Namen.
Nach der Besichtigung am Tage haben wir uns am Abend noch die Lichtershow an der Registan angeschaut.

Zwischen der vormittäglichen und abendlichen Besichtigung der Registan ging es für uns, vorbei an der Bibi Xanom Moschee, zur eindrucksvollen Nekropole Shohizinda. Die Totenstadt erstreckt sich auf einem engen Korridor von 70 Metern Länge und beherbergt in 16 Gebäuden mehrere Mausoleen und Moscheen. Das älteste Grab ist von Qussam ibn Abbos, einem Begleiter des Propheten Mohammed, der Ende des 7. Jahrhunderts gestorben ist. Für ihn wurde im 11. Jahrhundert eine Erinnerungsstätte errichtet. Im 11. und 12. Jahrhundert bildeten sich weitere Grabstätten. Im 13. Jahrhundert wurde der Komplex von Dschingis Chan zerstört. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde unter den Timuriden der Komplex erneut aufgebaut.

Genug Text für heute, genießt die Bilder. Morgen geht es mit dem Bus zu den weiteren Sehenswürdigkeiten.

Bis dann,
Gimli

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