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Die Schäfchen ins Trockene bringen

Leider war heute auch schon wieder der letzte Tag meiner Rundreise in Irland und da hieß es noch mal die Schäfchen ins trockene bringen. Und dies sogar fast wortwörtlich.
Unser erstes Ziel, als wir uns von Lennane auf dem Weg machten, war die Schaffarm von John Joyce, bei der wir einer sehr interessanten Hütehundepräsentation beiwohnen konnten. Es war spannend zu sehen, wie die Hunde auf die Anweisungen von John hörten (oder nicht) und die Border Collies die Schafe zusammentrieben. Highlight waren auch die jungen 4 Wochen alten Welpen die John uns zeigte.
Roy, einer von Johns Hunden, ist übrigens ein kleiner Hollywood Star. In dem Film „Marley & Ich“ mit Jennifer Aniston und Owen Wilson hat Roy einen kleinen Auftritt.

Auf unserem weiteren Weg nach Cong machten wir in Finney in einer kleinen gemütlichen Teestube noch mal eine kleine Rast.

Kurz vor Cong ging es die letzen Kilometer durch einen Wald zu unserem heutigen Etappenziel. Das alte Zollhaus im Wald aus dem 15. Jahrhundert war zum Glück nicht mehr besetzt, so dass wir ohne Probleme den Weg passieren konnten. Cong selbst diente in den 50er Jahren als Kulisse für den Filmlassiker „The Quiet Man“ – „Der Sieger“ mit John Wayne und Maureen O’Hara. Man merkt dem ganzen Ort an, dass man hier stolz auf dieses Ereignis ist. In Cong besichtigten wir die Ruinen vom Cong Abbey und machten einen Abstecher zum Ashford Castle, welches heute als 5 Sterne Hotel dient.
Wir entschlossen uns aber weiter zu unserer B&B Unterkunft zu fahren. Ist viel gemütlicher und auch hier stolpert man überall auf Hinweise zum Film „The Quiet Man“. Der Großvater unserer Wirtin spielte in dem Film eine kleine Statistenrolle.

Die Rundreise auf dem Rad war für mich eine tolle Erfahrung, ein Land auf diese Weise kennenzulernen, was unter anderem an der lieben netten Gruppe lag, mit der ich unterwegs sein durfte.

In die Connemara

Heute morgen hieß es für uns erstmal etwas ausschlafen, denn unsere Fähre legte erst um 12 Uhr ab. Ziel unserer heutigen Tour war der kleine Ort Leenane, der am Killary Harbour, Irlands einzigem Fjord liegt.

Das Wetter bescherte uns heute zum größten Teil Sonnenschein mit kurzen Schauern zwischendrin. Da hat es richtigen Spaß gemacht durch die Gegend zu radeln und die wunderschöne Landschaft der Connemara mit ihren eiszeitlichen Tälern zu genießen.
Unterwegs legten wir in Keane’s Bar in Maam noch einen kleinen Zwischenstopp ein. Der Pub war urgemütlich mit Ledersesseln und Kamin eingerichtet.
Rechtzeitig mit den ersten Regentropfen trafen wir in unserem Hotel in Leenane ein.


*20 km der Strecke wurden mit der Fähre zurückgelegt

Isle of Inishmore

Zuerst das wichtigste, dass Wetter. Hier wurde uns heute alles geboten, vom Platzregen bis zu schönsten Sonnenschein.

Heute ging es sehr früh los, da wir unsere Fähre in Doolin bekommen mussten. Hat unserseits mit dem Rad alles geklappt. Wir waren rechtzeitig da, nur haben einige unserer Koffer gefehlt. Die hatte der Taxifahrer leider vergessen an der Fähre auszuladen. Er ist zum Glück rechtzeitig wieder zurückgekommen, so dass wir vollständig mit Rädern und Gepäck auf der Fähre nach Inishmore übersetzen konnten. Die Überfahrt auf dem kleinen Kahn war sehr schaukelig. Unser Gepäck musste noch nachträglich auf dem Kahn vertäut werden.

Inishmore gehört zu den Aran Islands und ist die größte der drei Inseln. Auf der Insel angekommen, haben wir unser Gepäck noch schnell ins Hotel gebracht und dann ging es auf die Rundfahrt um die Insel. Direkt an den Klippen liegt das Dún Aonghasa, das berühmteste aller Steinforts Irlands. Das Fort wurde vor etwa 3000 Jahren errichtet. Als wir oben auf dem Dún waren, setzte ein fürchterlicher Platzregen ein. Das machte den Abstieg über die glitschigen Steine sehr beschwerlich. Unten angekommen, hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein. Unser Reiseleiter meinte dazu: „Wenn Dir das Wetter in Irland nicht gefällt, dann warte einfach 5 Minuten.“

Weiter ging es noch zum Dún Eochla, welches vermutlich in der späten Eisenzeit oder frühem Mittelalter errichtet wurde.
Als wir zum Hotel wieder zurückgekehrt sind, habe ich es mir bei dem strahlenden Sonnenschein nicht nehmen lassen, noch ein Bad im Nordatlantik zu nehmen. Es war sehr sehr erfrischend.


*22 km der Strecke wurden mit der Fähre zurück gelegt.