Epilog: Venedig

Heute begann unser Tag sehr entspannt. Wir mussten nicht bis 9 Uhr unser Gepäck an der Rezeption abgeben und mussten uns auch nicht aufs Rad schwingen. Nachdem Diana, Thilo und ich gestern Abend noch sehr lecker Fisch essen waren, konnten wir heute auch in Ruhe frühstücken.

Mit dem Bus ging es nach dem Frühstück nach Venedig. Der erste Blick den wir auf Venedig hatten, der Canale Grande. Wir entschlossen uns erstmal durch die Gassen zu schlendern und einfach die Atmosphäre von Venedig aufzunehmen. Wie hatte es Thilo so treffend in seinem Blog formuliert: „Italienische Orte bestechen durch ihren morbiden Charme“. Er hat auch einige Beiträge über unsere Reise geschrieben, die Ihr hier nachlesen könnt.

Durch die Gassen geht es für uns bis zur Rialtobrücke. Die Brücke wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und war bis ins 19. Jahrhundert die einzige Verbindung über den Canale Grande. Sie steht auf 12.000 Holzpfählen ist 28 Meter lang und 22 Meter breit.

Von der Brücke nahmen wir ein Vaporetto, die sogenannten Wasserbusse Venedigs. Wir fuhren mit der Linie 1 durch den Canale Grande, vorbei an diversen Palästen und am Markusplatz bis zur Endstation am Lido. Dank unseres Tagestickets blieben wir direkt auf dem Boot und konnten uns für die Rückfahrt Sitzplätze an der Spitze des Bootes ergattern.
Zurück zum Markusplatz bot uns einfach eine tolle Sicht auf den Markusturm und den Dogenpalast. Am Markusplatz stiegen wir aus und schlenderten über den Platz und machten natürlich viele Fotos vom Platz, dem Markusdom und dem Palast.

Wir entfernten uns dann etwas von den touristischen Hotspots, um in einem Restaurant etwas zu Essen. Als Nachtisch gab es danach noch leckeres Eis. Zwischen dem Dogenpalast gibt es eine kleine Brücke zum ehemaligen Gefängnis – die Seufzerbrücke. Der Name kommt daher, dass die Gefangenen früher bei der Überführung zum Gefängnis hier für lange Zeit oder zum letzten Mal die Sonne sahen und dies mit einem Seufzer quittierten.
Für mich hieß das heute Abschied von Diana und Thilo zu nehmen. Die beiden machten sich heute auf dem Weg zurück nach Südtirol um dort noch einen gemeinsamen Wanderurlaub zu nehmen. Ich wünsche den Beiden viel Spaß und drücke die Daumen, die sie ebenfalls so tolles Wetter haben, wie wir größtenteils auf unserer Tour.

Der Rückweg zum Hotel hielt für mich noch eine Überraschung bereit. Es deutete sich schon an, dass sich ein Unwetter zusammen braut. Ich nahm dieses Mal die Tram von Venedig zurück nach Mestre. Unterwegs fing es dann heftig an zu hageln und zu gewittern. Ich bin gerade mit der Tram über die Brücke rüber und hatte das Festland erreicht, als die Bahn stehen blieb und dunkel wurde. Für 20 bis 30 Minuten ging nichts mehr.
Man spürte die Erleichterung bei den Fahrgästen, als das Licht wieder anging und wir unsere Fahrt fortsetzen konnte.

Mehr Worte über Venedig will ich jetzt nicht verlieren, sondern einfach die Bilder für sich sprechen lassen.


Die Radtour von München nach Venedig war anstrengend und die Erlebnisse waren unbezahlbar. Thilo war wieder ein sehr angenehmer Reisebegleiter und wir müssen nur entscheiden, welche Tour wir als nächstes machen werden.
Es war mir auch eine riesige Freude Diana, Thilos Frau, kennenzulernen und wir hatten viele schöne offene Gespräche. Ich hoffe, dass wir uns alle sehr bald wiedersehen.

Morgen geht es mit dem Zug zurück nach Hause und anscheinend habe ich wieder Glück mit dem Timing, was das Thema Bahnstreik betrifft.

Bis bald,
Gimli

4 Gedanken zu „Epilog: Venedig“

  1. Wir haben das heftige Unwetter aus dem Auto kommen sehen und uns gefragt, wie es Dir in Venedig geht… Zum Glück hast Du ja bereits im Trockenen gesessen.
    Auch mir war‘s eine Freude und eine Ehre, mit Dir die Alpenüberquerung gemacht zu haben! Nochmals vielen Dank, lieber Stefan. Dir eine gute Rückreise und bis bald mal wieder.

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