Tag 3: Rund um Antsirabe

Heute früh ging es wieder um 7 Uhr mit dem Bus los. Frühstück gab es nicht im Hotel, sondern wir fuhren ins von Zentrum zu einer französischen Bäckerei. Es gab u.a. leckere frische noch warme Croissants.

Nach dem Frühstück ging es direkt auf die Räder. Wir fuhren aus Antsirabe heraus zum Lac Andraikiba. Ein sehr schöner See, der bereits zu Zeiten der Merina-Königinnen und später in der Kolonialzeit von den Franzosen als Badesee genutzt wurde. Viele Einheimische wuschen ihre Wäsche am See. Der Sprungturm aus der Kolonialzeit ist Zeuge davon, dass es mal viel mehr Wasser im See gab. Heute dient der See als Trinkwasserreservoir und Baden ist nicht mehr erlaubt. Vom See ging es ein Stück bergauf und nicht weit vom See machten wir einen Snackstop. Unsere Guides hatten hierfür ein kleines Buffet mit frischen Mangos, Bananen und Nüssen vorbereitet.

Weiter ging es zum Lac Tritriva. Hier tauschten wir das Fahrrad gegen die Wanderschuhe und wanderten hinauf zum Kratersee. Der Tritriva ist ein Vulkan. Zuletzt ist er 400 vor Christus ausgebrochen. Von der Art her ist der Vulkan ähnlich dem Stromboli in Italien. Wir wanderten um den See und machten auch einen Badestop. Die Farbe des Sees kommt von den Mineralien, die im Wasser vorhanden sind. Tritriva bedeutet so viel wie hoher Berg – tiefes Wasser.

Zu dem See gibt es einige Legenden. Eine erzählt von einem König, der im Traum rechtzeitig davor gewarnt wurde, seinen Palast auf dem Berg zu verlassen, bevor der Vulkan ausbricht. Nach dem Ausbruch füllte der Krater sich mit Wasser. Dieser wird als Geschenk des Gottes Zanahary gesehen, denn er hatte den König gewarnt.
Eine andere erzählt davon, dass ein verliebtes Paar sich in den See stürzte, da die Eltern die Verbindung untersagten. An der Stelle wo die beiden ertranken, wuchsen zwei ineinander verschlungene Bäume. Leider gingen die beiden Bäume bei einem Zyklon im Jahre 2005 zu Bruch.

Zurück von unserer Wanderung erwartete uns ein fulminantes Mittagsbuffet. Aus einer großen Pfanne gab es gebratenes Gemüse und Spiegelei. Außerdem gab es verschiedene Salate. Zum Nachtisch gab es Obstsalat und Kaffee oder Tee.

Gestärkt ging es über einen tollen Flow-Trail bergab. 20 Kilometer vor dem Hotel kamen wir wieder auf die asphaltierte Straße. 10 Kilometer vor dem Hotel gab es noch mal einen kurzen Snackstop und wir füllten die Wasserflaschen noch mal auf. Im Hotel angekommen gab es erst einmal ein erfrischendes Schmutzbier und dann ein zweites.


Morgen steht eine 95 Kilometer lange Etappe auf dem Programm.

Bis danne,
Gimli

2 Gedanken zu „Tag 3: Rund um Antsirabe“

  1. Sind sich die Menschen am Lac Andraikiba denn bewusst, dass sie das Wasser trinken, in dem sie vorher ihre Wäsche gewaschen haben? Weiterhin viel Spaß und tolle Erlebnisse.

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