Mallorcas Westküste (zumindest ein Stück)

Wir hatten drei verschiedene Wetterapps und drei verschiedene Vorhersagen. Also großes Rätselraten, was machen wir heute? Ostküste, in der Nähe bleiben um schnell zurück zu fahren, wenn es regnet? Lance brachte dann noch die Westküste ins Spiel. Eine App cancelte dann den Regen und wir entschieden uns für die Westküste.

Und gleich wurden auch die Pläne größer. Wenn die Sonne scheint, dann können wir doch noch nach Valldemossa fahren oder am besten gleich den Coll de Sóller hoch. Bei Rennradfahrern kommt man sich manchmal vor wie im Angelverein. Mir fallen da auch spontan die drei großen Lügen des Rennradsports ein:
1. Das ist der letzte Anstieg
2. Ich habe nicht trainiert
3. Das wird heute eine gemütliche Ausfahrt

Auf alle Fälle ging es erst einmal gemütlich an der Strandpromenade entlang nach Palma. Ein kurzer Fotostopp an der Kathedrale, dann begann die Berg- und Talfahrt mit Rückenwind in Richtung Andratx. Die Routenplanung war hier leider nicht optimal. Als der Radweg zu Ende war kamen wir auf die M1 mit viel Verkehr und unglücklicherweise auch noch einer Baustelle.
Der bessere Weg nach Andratx ist, wenn man von Palma über Calvià fährt.

In Andratx machten wir einen kleinen Abstecher zur Kirche Santa Maria d’Andratx. Leider waren die Höhenmeter dieses Anstiegs umsonst, da wir von dort nicht direkt auf die Küstenstraße kamen. Nach einem kleinen Schlenker waren wir dann auf dem richtigen Weg und die Sonne kam heraus und wärmte uns beim Anstieg zum Coll de sa Gramola und Coll es Grau. Wir waren im Tramuntana Gebirge (Serra de Tramuntana).

Unsere Pause legten wir im Restaurante „Es Grau“ ein. Die Terrasse bietet eine tolle Aussicht auf die Küste. Leider zog sich der Himmel immer mehr zu und der Wind wurde immer heftiger. In der Abfahrt vom Restaurant wurde es sehr frisch. Warm wurde es wieder beim Anstieg Coll de sa Bastida. Das Wetter wurde nicht besser und die Gedanken an Valldemossa und Coll de Sóller waren Geschichte. Selbst der Abstecher nach Bunyola wurde gestrichen. Wir wollten nur noch schnell nach Hause, aber der Wind hatte etwas dagegen.

Zum Glück ging es aber größtenteils nur noch Berg ab. Und es setzte etwas Regen ein. Es war aber nur ein kurzer Schauer. Als nächstes meinte der Schlauch von Matthias, so schnell geht es jetzt aber nicht heim. Der zweite Platten in drei Tagen.
Wir haben das Hotel erreicht und die Erkenntnis des Tages: alle drei WetterApps hatten irgendwie recht.
Jetzt geht es erst einmal zum Fußball gucken.


Zum Glück ist morgen Ruhetag.

Bis bald,
Gimli

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