Emil, Émile, Obi, ach Hinze und Kunze auf der Via Regia

Gestern hatte ich Besuch aus Berlin. Mein Reisegefährte Thilo hatte heute dienstlich in Frankfurt zu tun und ist bereits gestern angereist, so dass wir den gestrigen Feierabend für eine gemeinsame Radtour nutzen konnten, denn im Handgepäck hatte er sein Brompton Faltrad im Zug dabei. Nur die Radhose lag noch zu Hause. Da konnte ich aber aushelfen.

Ich fragte auch Obi, ob er bei der Tour mitmachen möchte. Er war sofort dabei. Auch Emil, meinen Neffen, konnten wir überzeugen bei der Tour mitzumachen. Für eine Portion Spaghetti Carbonara fährt er auch bei 40°C rad. Schade, dass sein neues Fahrrad noch bei DHL in Obertshausen steht. Zur Zeit hat Emil Besuch von seinem französischen Austauschschüler und Freund Émile. Er ist auch ein begeisterter Radfahrer und war ebenfalls bei der Tour dabei. Nur Mario, mit dem Obi mittwochs immer diese Tour fährt, konnte leider nicht, da er krank ist. An dieser Stelle gute Besserung Mario!

Unsere kleine Radelgruppe bestand somit aus fünf Teilnehmern und wir trafen uns in Bad Vilbel. Emil nahm das Rad von seinem größeren Bruder Julius und Émile das Rad von Emil. Leider stellte sich heraus, dass das Rad von Julius doch etwas zu groß für Emil ist. Kurzerhand tauschten Thilo und Emil die Räder, was super geklappt hat. Nur musste Emil jetzt ganz schön treten, um mit den kleinen Rädern des Bromptons schnell voranzukommen.

Unsere heutige Strecke ist eine Lieblingsstrecke von Mario, Obi und mir. Diese wollten wir Thilo heute zeigen und wir konnten ihm auch einiges dazu erzählen. Von Bad Vilbel ging es direkt auf die Hohe Straße, der ehemaligen Handelsstraße zwischen den beiden Messestädten Leipzig und Frankfurt. Unsere erste Rast legten wir am Lausbaum ein. Der Lausbaum war nach Überlieferungen die letzte Raststelle auf dem Handelsweg vor Frankfurt.
Die Hohe Straße selbst ist auch Teil der Via Regia. Straßen mit diesem Namen standen unter königlichem Schutz im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen. Sie ist heute Kulturroute des Europarates und verbindet die Städte Kiew, Vilnius im Osten und Santiago de Compostela im Westen. Sie ist auch eine der Routen des Jakobsweges. An der Großen Lohe kann man sich hier einen Stempel für seine Pilgerreise holen.

Bei Kilianstädten verließen wir die Hohe Straße und über Büdesheim und Rendel ging es nach Bad Vilbel Gronau. Vorsichtshalber haben wir von unterwegs für uns fünf schon einen Tisch in der Pizzeria Il Sorriso reserviert. Mario und Obi sind auf Ihren Mittwochstouren hier inzwischen Stammgäste geworden. Marco, der Chef, ist zur Zeit im Urlaub in Kalabrien. Er plant dort zu heiraten. Hoffentlich sagt er im richtigen Moment „Ja“.

Während wir beim Essen saßen, trat natürlich das ein, was Thilo und ich schon vermisst haben. Was ist eigentlich mit dem typischen Hinze&Kunze Radreisewetter? Ah, da ist er ja, der Regen. Das hatten wir den anderen drei vor unser Tour nicht erzählt. Wenn Thilo und ich unterwegs sind, dann ist auch immer Regen dabei.



Trotz des Regens war es eine wunderschöne Feierabendtour. Hoffentlich können wir dies bald mal wiederholen.

Bis bald,
Gimli

2 Gedanken zu „Emil, Émile, Obi, ach Hinze und Kunze auf der Via Regia“

  1. Das kann ich alles absolut bestätigen! Es war eine wunderschöne Tour. Vielen Dank, dass Ihr mir das alles gezeigt habt. Und über die drei neuen Bekanntschaften habe ich mich auch gefreut. Nur, eine wichtige Sache hast Du in Deinem Bericht „unterschlagen“, lieber Stefan: Das Weltenburger Bier, das Du im Gepäck (sogar eisgekühlt!!) hattest, war der Hammer. Nicht nur als Erfrischung bei diesen tropischen Temperaturen, sondern v.a. auch als eine schöne Erinnerung an den Donauradweg.

    1. Danke lieber Thilo! Ich musste doch bei diesen Temperaturen sicher gehen, dass wir ausreichend isotonische Getränke zu uns nehmen. 😉

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