Tour zur Veste Otzberg

Erster Urlaubstag, also genug Zeit um eine etwas längere Tour zu machen. Und das Wetter spielte dabei auch noch mit. Also heute morgen Käffchen gekocht, in die Thermoskanne gegossen, alle sieben Sachen gepackt (musste später aber feststellen, dass es nur sechs waren) und auf den Weg zur Veste Otzberg gemacht.

Los ging es erstmal wieder quer durch Frankfurt. Am Mainufer schnell ein Foto von der EZB im Sonnenschein gemacht und weiter bis zur Gerbermühle. Von hier ging es in Richtung Oberrad und dann den ersten Anstieg hoch zum Stadtwald. Auf der Hintour ging es sehr viel durch Wälder. Auf der Rücktour habe ich den Schatten etwas vermisst.

Im Wald vor Dietzenbach trifft man auf einen seltsamen Steinhaufen. Sieht aus wie eine Schildkröte. Und da schaut ein Kopf raus. Ist das aber der Kopf der Schildkröte oder einer Schlange? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich war es mal ein Brunnen, aber leider spendet der kein Wasser mehr.

Kurz vor Hergershausen kam ich am Landgasthof Langfeldsmühle vorbei. Verständlicherweise hatte dieser geschlossen, aber der Biergarten wäre bestimmt toll gewesen. Also musste ich mir einen anderen Ort für eine Rast suchen. Hatte ja alles dabei.

Einen schönen Rastplatz fand ich beim MorgenARTpark bei Harpertshausen. Der Park wurde von dem Künstler Jan Bürli initiiert und soll der „lebendige Ausgangspunkt für eine kindergerechte Welt“ sein.
Für mich gab es eine gute Sitzgelegenheit für die Rast und dann begann das Drama. Ich habe die Kekse zu Hause vergessen! 🙈
Krise, jetzt ein Keks zum Käffchen, dass wäre es gewesen. Zum Glück hatte ich noch was anderes zu Essen für später dabei. So genoss ich den Kaffee mit Blick auf das Pony.

Weiter ging es zur Veste Otzberg und der große Anstieg stand mir noch bevor. Teilweise geht es hier mit 13% Steigung den Berg hoch. Kurz vor der Veste erblickte ich eine Formation von Basaltsäulen. Die Infotafel verriet mir, dass der Otzberg früher mal ein Vulkan war. Inzwischen wurde er aber von der Witterung abgetragen. Vom Schlot übrig geblieben sind nur die Basaltsäulen.

Endlich oben angekommen, legte ich eine längere Pause ein und genoss die Aussicht. Beim Blick auf meine Beine musste ich feststellen, dass Sonnencreme und der Staub von den Waldwegen sich irgendwie magisch anziehen.

Auf der Rücktour hatte ich dann plötzlich einen Ohrwurm. Keine Ahnung warum, aber ich möchte ihn gerne mit Euch teilen:

Ach ja, lange ist es her, als ich das letzte Mal auf Malle zum Rennrad fahren war. Ich fahre kaum noch Rennrad, aber vielleicht sollte ich irgendwann auch mal wieder auf Malle ein paar Runden mit dem Rad drehen, aber ich schweife von der eigentlichen Tour ab.

Ich hatte ja bereits geschrieben, das es auf der Rücktour nicht so viel Wald gab, sondern die Strecke mehr entlang auf Radwegen an den Straßen durch die Ortschaften führte. Dies bietet zumindest einen entscheidenen Vorteil. Man kann an den Tankstellen einen kurzen Stopp machen und sich einen kleinen Energieschub besorgen, um die vergessenen Kekse zu kompensieren.

In Rödermark kam ich am Keltenzug von Bulau vorbei. Die Sanddünen in diesem Gebiet wurden schon früher für die Errichtung von Hügelgräbern genutzt. Zwei von den ursprünglich 25 Gräbern wurden wieder hergerichtet und sind heute Teil der Kulturhistorischen Erlebnisstätte „Bulau“.

Knapp 100 km zeigte mein Tacho an, als ich endlich die Skyline von Frankfurt sah. Es war also nicht mehr weit bis nach Hause.


Und was habe ich wohl als erstes gemacht, als ich endlich zu Hause war? Mich auf meine Kekse gefreut. 🙂

Viel Spaß beim Nachfahren der Tour und vergesst nix,
Gimli

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