Niddaquellentour (und vielleicht Hoherodskopf)

Die Tour zur Niddaquelle hatte ich schon länger geplant. Zum Test hatte ich vorher mit meinem Schwager Obi (ja, Ebbelwoi war heute auch mit dabei) eine Tour zur Quelle des Erlenbachs gemacht. Aber heute gab es keine Ausflüchte mehr. Über 150 Kilometer standen auf dem Programm.

Für halb 8 hatten wir uns auf der Strecke an der Nidda bei Bad Vilbel verabredet. Obi war pünktlich. Ich hatte die Rechnung leider ohne die Bahnschranke in Berkersheim gemacht.

Schwamm drüber, los ging’s. In Assenheim entdeckten wir ein sehr lauschiges Plätzchen. Irgendein genialer Mensch hatte die grandiose Idee, mitten auf einer Brücke eine Bank zu stellen. Die Aussicht auf die Nidda von hier war einfach toll. Interessant war es auch mal zu erfahren, wie weit unsere Planeten eigentlich auseinander liegen. Zumindest im Maßtab 1:1.000.000.000. Sonne, Merkur, Erde, Mars liegen alle noch ziemlich dicht beisammen, aber dann….
Probiert den Planetenweg bei Assenheim mal aus.

Unterwegs erzählte ich Obi davon, dass mir bei der Tourplanung aufgefallen ist, dass der Hoherodskopf gar nicht soweit von der Niddaquelle entfernt ist. Vielleicht könnte man den auf der Tour mit einbinden.
Aber fahren wir erst mal zur Niddaquelle. Die Saat des Gedankens war gesät.

Weiter ging es über Florstadt, Dauernheim und Nidda zum Niddastausee. Kurz vor Nidda in Orbes entdecken wir einen sehr schönen Biergarten. Hoffentlich wird dieser bald wieder öffnen. Dann gibt es auf alle Fälle einen weiteren Grund die Tour nochmals zu machen.

Am Stausee machten wir eine Rast. Wir wussten, ab hier geht es jetzt bald nur noch bergauf. Komisch, eigentlich klingt das ja positiv aber viele Radfahrer sind da wahrscheinlich anderer Meinung.
In Schotten warfen wir noch einen Blick auf die schöne Altstadt und dann meldete mein Garmin auch schon: „Anstieg beginnt“. Unterwegs gab es immer wieder schöne Aussichtspunkte und irgendwann erreichten wir die Niddaquelle. Was für ein Glück, Bank und Tisch waren frei und bevor der Kani mit dem Ebbelwoi explodiert, lass uns diesen mal lüften.
Beim Essen redeten wir nochmal über das Thema Hoherodskopf. Interessanter war aber, das wir aus den verschiedensten Quellen erfuhren, dass es in Frankfurt die ganze Zeit regnet. Mmh, es scheint so, dass wir alles richtig gemacht hatten. Wir konnten eher vom zeitweisen Sonnenschein berichten.

Nach der Pause ging es ein kurzes Stück bergauf. Optimal um wieder warm zu werden. Außerdem verfolgten wir die Hinweisschilder, die uns begleiteten, mit der Information, wie weit es noch zum Hoherodskopf ist. Es begann bei 4,5 km, dann 3,5 km usw. Das letzte Schild, wo sich eigentlich unsere Wege trennten, sagte: „Hoherodskopf 700m“. Den Gipfel im Blick war die Entscheidung klar, ja, wir fahren da hoch und genossen die Aussicht von oben.
Ich erzählte Obi auch davon, dass wir früher mit dem Rennrad mal eine Tour zum Hoherodskopf gemacht haben und danach den Feldberg hochgefahren sind. Die Tour nannten wir dann Halfpipe, weil dass Höhenprofil der Tour so aussah. Ich vernahm ein leichtes Zucken und verspürte eine gewisses Unbehagen bei meinem Schwager. Ich glaub, er zweifelte etwas an meinem Verstand.

Die lange Abfahrt führte uns wieder vorbei am Niddastausee. Nach 120 Kilometern passierte es dann doch. Wir kamen in den Regen. Vielleicht war dies auch ganz gut so, denn wir suchten Unterschlupf im Nachtweid bei Dauernheim. Hierbei handelt es sich um einen überdachten Vogelbeobachtunsgposten , wo wir eine letzte Pause einlegten und dabei die Natur beobachten konnten.

Nach der Pause konnten wir im Trockenem, zumindest von oben, unsere Heimfahrt fortsetzen und kamen abends erschöpft und Heile zu Hause an.
Gut, dass wir nicht noch auf dem Feldberg waren, aber Obi hätte dann wenigstens nicht umsonst sein Fahrradlicht mitgeschleppt.


Es war eine sehr lange aber unwahrscheinlich schöne Tour.

Bis bald,
Gimli

3 Gedanken zu „Niddaquellentour (und vielleicht Hoherodskopf)“

  1. Es war eine wirklich großartige Tour, auch „ohne“ den Feldberg. Als Geologe stehe ich sowieso mehr auf „Vulkan-Höhenprofile“ als auf „Halfpipes“ 😉
    Vielen Dank für die Motivation zu dieser „Grand-Tour“ und die gute Idee mit dem Mars-Riegel, der müde Männer wieder munter machte.
    Auf geht’s zur nächsten Tour :-)!!!

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