Den EuroVelo 6 kennen Thilo und ich bereits von unserer Donauradtour. Der EV6 ist aber nicht nur der Donauradweg, sondern der komplette EV6 führt von der Atlantikküste in Frankreich bis zum Schwarzen Meer. Vom Wetter war es heute früh noch etwas trübe. Ein Blick in den Himmel sagte uns aber, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Also, ab in den Süden.
Hier in Ungarn ist der Donauradweg eine Kombination aus super ausgebauten Radwegen, wenig befahrenen Landstraßen durch ursprüngliche Ortschaften und auch durch zurückhaltende menschliche Eingriffe naturbelassene Wege. Thilo vermisst ein bisschen sein Mountainbike. Das Donauufer ist gesäumt von einer unendlichen Anzahl kleiner Anglerstege. Gefühlt angelt hier jeder. Vollständigkeitshalber muss aber auch gesagt werden, dass wir heute den größten Teil an der Ráckevei-Donau, einem Nebenarm der Donau, entlang gefahren sind. Erst später, hinter Dömsöd, kamen wir an die Donau.
In Szigetszentmárton (St. Martin) machten wir bei der Kirche einen Stopp. Direkt neben der Kirche war ein Supermarkt. Mangels Kenntnissen der ungarischen Sprache stellte sich beim ersten Schluck aus der Dose heraus, dass unser gekauftes „Meggy Ale“ ein Fruchtbier (ähnlich dem Wäldches Kirschbier) ist. Wieder was gelernt.
Unser heutiges Ziel war Dunaföldvár. Bevor wir zu unserem Zielort kamen, mussten wir noch einmal die Donau überqueren. Bevor es zu unserer Unterkunft ging, fuhren wir zu einem Fischrestaurant direkt an der Donau, das wir uns gestern bereits ausgesucht hatten. Leider konnten wir noch nicht draußen auf der Terrasse sitzen. Wahrscheinlich muss es dafür noch wärmer werden. Wir entschieden uns für die gemischte Fischplatte mit Zander-, Wels- und Karpfenfilet. Was für ein Genuss!
Nach dem Essen ging es zu unserer Unterkunft und nach dem Duschen machten wir noch einen Abendspaziergang durch Dunaföldvár. Unsere Unterkunft ist übrigens ein tolles, voll ausgestattetes Appartement. Wir entschieden uns spontan, bei unserem Spaziergang noch im Supermarkt ein paar Sachen einzukaufen und im Appartement zu frühstücken. Ursprünglich wollten wir irgendwo beim Bäcker frühstücken.
Morgen geht es dann endlich zum Balaton.
Bis danne,
Gimli


































