Balaton Tag 3: Am Sió-Kanal entlang zum Balaton nach Siófok

Heute früh konnten wir die Einrichtung des Appartements richtig ausnutzen. Zum Frühstück hatten wir gestern Abend leckere Sachen im Supermarkt besorgt, und Kaffee für die Nespresso Maschine war in der Unterkunft vorhanden.

Bei Sonnenschein schwangen wir uns auf die Räder und radelten los. Die ersten Kilometer ging es an der Landstraße entlang. In Előszállás (Neuhof) machten wir einen Stopp beim Zisterzienserkloster. Ende des 18. Jahrhunderts war es eine Kirchenschule. Leider ist es jetzt geschlossen und dem Verfall preisgegeben.

Weiter ging es nach Simontornya (Simonsturm). Vor unserer Mittagspause gab es noch ein kleines Kulturprogramm, und wir besichtigten das Schloss Simontornya. Das Renaissanceschloss wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war im Besitz mehrerer Adelsfamilien. Unseren Mittagshalt hatte Thilo bereits gestern Abend recherchiert. Die ganze Tour freuten wir uns schon auf das Gulasch. Das war auch super lecker.

Ab Simontornya ging es am Sió-Kanal weiter. Gleich hinter dem Ort waren mehrere Fischteiche. Ein Eldorado für die Vögel. Hier gab es gleich Graureiher- und Silberreiherkolonien. Ein Silberreiherpärrchen begleitete uns gefühlt den ganzen Kanal entlang bis zum Balaton. Der Sió-Kanal wurde bereits zu Römerzeiten angelegt und verbindet den Balaton mit der Donau. Heute dient er zur Regulierung des Wasserstandes im Balaton. Wenn der Pegel im Balaton zu sehr steigt, wird über die Schleuse in Siófok Wasser abgelassen.

In Ozora schauten für uns das Schloss von Pipo von Ozora an. Das Schloss wurde Anfang des 15. Jahrhunderts von einem italienischen Kaufmann errichtet und ist heute noch sehr gut erhalten. Für uns ging es am Kanal weiter nach Siófok, wobei wir nochmals von einer kleinen Schafherde ausgebremst wurden.

Friedliche Schafe

Auf dem letzten Teil machte uns der Wind etwas zu schaffen. Zehn Kilometer vor Siófok endete bzw. aus unserer Perspektive begann der ausgebaute Radweg. Hier stand nicht nur ein überdachter Tisch mit Bänken. Der Pausenplatz war auch mit Büchern zum Lesen ausgestattet. Auf dem Tisch war eine große Decke mit der Karte des Balatons befestigt. Unter dem Tisch fanden wir ein Reisendentagebuch, wo wir uns selbstverständlich verewigt haben.

Unsere Unterkunft in Siófok, die Villa Annie, ist auch wieder großartig. Unser Gastwirt hat uns gleich gezeigt, wo wir unsere Räder sicher in seiner Garage abstellen können. Die heutige Etappe haben wir mit einem Käffchen in der Sonne auf der Terrasse ausklingen lassen.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ging es durch den Jokai-Park zur Uferpromenade des Balatons. Schön hier! Zum Abendessen gab es ebenfalls Gulasch. Jeder Gastwirt hat sein eigenes Rezept, so dass kein Gulasch hier wie das andere schmeckt und alle sind lecker. Als Absacker haben wir uns von unserem Kellner einen Zigeunerkirsch-Palinka empfehlen lassen.


Morgen gibt es eine kurze Etappe nach Balatonlelle.

Bis danne,
Gimli

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