Ins Landesinnere von Náxos

Heute ging es von der Küste weg ins Landesinnere. Das bedeutete ein paar Höhenmeter mehr. Auf der Tour gab mehrere Stopps, damit wir Zeit hatten, uns die Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Unser höchster Punkt der Tour lag bei 490 Metern, aber jetzt erst einmal der Reihe nach. Unseren ersten Stopp machten wir beim „Koúros von Flerió“. Das ist eine der am schönsten erhaltenen Jünglingsstatuen auf Náxos die seit 2500 Jahren wie ein verwunschener Prinz daliegt. Die Statue ist ca. 6 m hoch und wurde in den ehemaligen Marmorsteinbrüchen von Flerío geschlagen. Wahrscheinlich weil das rechte Bein abbrach, wurde die Statue nie fertig gestellt und in der Rohform dort liegen gelassen.

Nächster Halt war die Panagía Drossianí. Dies ist eine der besterhaltenen frühchristlichen Kirchen aus den 6. Jahrhundert. Bedeutend sind die Wandmalereien, da diese noch vor dem sogenannten byzantinischen Bilderstreit entstanden sind, der besagte, das Bildnisse von Gott, Christi und der Heiligen verboten sind. Die Bildnisse aus dem 8.-9. Jahrhundert wurden übermalt, konnte nach und nach aber wieder freigelegt werden.

Danach ging es zu unserer Mittagspause nach Chalkí, eines schönes Dorf in Mitten der Insel. Nach dem Essen besuchten wir die Kítron-Náxos Destillerie Vallindras. Ein kleiner Familenbetrieb der seit 1896 als erstes den Kítron herstellt. Kítron ist ein Likör, der ausschließlich auf den Kykladen hergestellt wird. Hergestellt wird er aus den Blättern des Zedratbaumes. Geschmacklich kann man es ungefähr wie einen Limoncello einordnen, aber er hat seinen eigenen Geschmack. Es gibt ihn in drei Sorten: in grün, sehr süß mit 30% Alkohol, weniger süß als klarer Kítron mit 33% Alkohol und in gelb mit 36% Alkohol.

Nach der kleinen Verkostung ging es dann bergab zurück mit tollen Blick in die Tragéa-Ebene zu unserem Hotel. Heute Abend ging es dann noch zu einem griechischen Folklore Abend mit Bouzouki-Musik im Rahmen des Náxos Musikfestivals.

Bis morgen,
Gimli

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