Wieder mal nach Eppstein

Am Freitag waren wir beim Geburtstag bei meiner jüngsten Nichte. Mit Obi hatte ich unter der Woche schon ausgemacht, dass wir am Sonntag nach Eppstein fahren wollen. Auf der Geburtstagsfeier konnten wir auch noch Holger überzeugen, mit uns auf Tour zu gehen.

Als Lockmittel diente hier, dass ich den beiden erzählte, in Eppstein gibt es das Lokal „Pflasterschisser“, welches Weltenburger Klosterbier ausschenkt. Die älteste Klosterbrauerei der Welt und deren Dunkelbier hat schon mehrere Weltmeistertitel geholt. Das Thema Bier sollte uns noch den ganzen Tag begleiten.

Obi und ich trafen uns um 10 Uhr morgens in Harheim. Da ich noch einen Moment auf Obi warten musste, kamen zwei Bier trinkende Ureinwohner Harheims nicht drumrum, meine Waden zu bewundern. Nach kurzen Fachsimpeleien, wie lange man denn trainieren muss um solche Waden zu bekommen, erlöste mich die Ankunft von Obi aus dem Gespräch. Als wir losfuhren hörte ich die Beiden nur noch überlegen: „Statt jetzt hier Bier zu trinken, könnten wir auch Radfahren.“

Mit reichlich Gegenwind ging es dann durch die Felder nach Eschborn. Wir hatten uns hier am Bahnhof mit Holger verabredet, der uns dort bereits schon erwartete. Er ist direkt von Königstein nach Eschborn gekommen.

Zu dritt ging es weiter nach Eppstein. Zu dem Wind gesellten sich jetzt noch ein paar Anstiege hinzu. Holger faselte irgendwas von durchs Tal fahren, aber neben der Straße mit den Lärm von Autos und Motorrädern zu fahren, war keine verlockende Option. Vor der Abfahrt nach Lohrsbach hatte man das Gefühl, man ist auf einer Alm. Allein dafür hat sich der Anstieg gelohnt.

Auf dem Markt in Eppstein angekommen, hatte ich plötzlich ein komisches Gefühl. Irgendwie leer hier und was bedeutet das Schild beim „Pflasterschisser“? Auf Nachfrage erfuhr ich, das wegen Pächterwechsel der „Pflasterschisser“ zu hat, aber nächste Woche Freitag wieder eröffnet. Im Klartext: Heute gibt es kein Weltenburger Bier. Schade Jungs!
Zum Glück hatte nebenan das Restaurant „Zum Taunus“ auf und auch Tische auf dem Marktplatz. Und das Beste, sie hatten auch ein leckeres Bier (St. Georgenbräu) im Ausschank. Das war so lecker, dass wir uns auch noch ein zweites gönnten. Dieses machte sich beim Aufstehen auch direkt bemerkbar. Bisher hatten wir nur etwas Früchtebrot gegessen.

Durch das Fischbachtal machten wir uns auf dem Weg in Richtung Königstein. Wir wollten Holger ja wieder wohlbehalten bei seinen Mädels abliefern. Nach einem Anstieg machten wir noch mal eine kleine Rast, um den Kani Ebbelwoi zu leeren und uns zu stärken. Dabei genossen wir den Blick auf Fischbach.

Bei unserer Ankunft in Königstein gab es eine erfrischende Dusche aus Wasserpistolen. Lea und Pia hatten uns bereits erwartet. Andrea und Holger hatten für jeden noch ein leckeres kellerkühles Helles da. Nachdem diese Flaschen mit Luft gefühlt waren, ging es auch für Obi und mich auf den Heimweg.

Unser Rückweg führte uns vorbei an den Mammutbäumen und Oberursel nach Bad Homburg. Vorbei am Kurpark ging es dann eine wunderschöne Strecke via Ober-Erlenbach nach Nieder-Erlenbach und für mich dann noch weiter nach Frankfurt.


Es war heute wieder eine wunderschöne Tour bei angenehmen Temperaturen. Erkenntnis des Tages: Wenn wir die 200 Kilometer RheinMain Regionalroute fahren wollen, sollten die isotonischen Getränke weniger Alkohol enthalten.

Bis bald,
Gimli

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