Tag 6: Borca di Cadore – Vittorio Veneto – Conegliano

Heute morgen starteten wir in den wolkenverhangenen Tag von unserem Hotel in Borca di Cadore. Vorbei an Valle di Cadore und Pieve di Cadore ging es in einer Serpentinenstraße hinab ins Tal der Piave.

Es ging immer weiter abwärts durchs Tal. In Ospitale di Cadore legten wir nach einem Drittel unserer heutigen Strecke eine kleine Cappuccinopause ein.
Bei Termine di Cadore entdeckten wir einen kleinen Wasserfall, der in die Piave stürzt. Der Ort selbst war im 12. Jahrhundert eine Festung. Heute sieht er sehr verlassen aus. Nur ein paar Häuser sind noch bewohnt, aber es gibt noch ein Hotel und Museum.

Die Strecke selbst wechselte jetzt immer öfter zwischen Radweg oder Straße der wir folgen mussten. Bei Longarone war der Radweg leider komplett gesperrt und wir mussten im Urlauberabreiseverkehr der Straße folgen. Nachdem wir die Flußseite gewechselt hatten, wurde der Autoverkehr wieder weniger und das Wetter wurde bedeutend besser, so dass die Sonnencreme wieder zum Einsatz kam.

Auf Komoot hat Bernhard unsere Tour verfolgt. Wir kennen uns beide vom Ultimate Frisbee und spielten 2019 zusammen in Madrid bei der Europameisterschaft in der Division Grandmaster (Ü40). Er und Sabine waren zur Zeit auch in der Gegend im Urlaub und machten gerade Station am Lago di Santa Croce. 
Wir verabredeten uns für heute und sie kamen uns mit den Rädern ein Stück entgegen. Wir trafen uns kurz hinter Provagna. Zusammen fuhren wir bis zum Lago di Santa Croce und aßen dort zusammen eine Kleinigkeit zum Mittag. Schön, dass es mit dem Treffen geklappt hat. 
Der Lago di Santa Croce ist mit seinen 4 Kilometern Länge und 2 Kilometern Breite der zweitgrößte See von Venetien nach dem Gardasee. 

Nach dem See ging es für Thilo und mich weiter in Richtung Süden, vorbei an dem Lago Morto und Lago di Restello nach Vittorio Veneto. Berühmt ist die Stadt für die Schlacht von Vittorio Veneto vom 4. November 1918, als die italienischen Truppen die Streitkräfte von Österreich-Ungarn besiegen konnten.
Die Stadt selbst ist im Jahre 1866 aus der Zusammenlegung der beiden geschichtsträchtigen Orte Seravalle im Norden und Ceneda im Süden entstanden. Die Piazza Flaminio gilt als Juwel der venezianischen Architektur und ist das Herzstück von Seravalle. Persönlich hoffe ich, dass die Gebäude bald renoviert werden und noch lange erhalten bleiben.

Wir verließen immer mehr die Berge, die Gegend wurde immer flacher und wir erreichten am späten Nachmittag unseren Zielort Conegliano auf 60 Meter Höhe. Die Stadt wurde von wohlhabenden Venezianern gegründet, die sich hier ihre Sommerresidenzen errichteten. Die Stadt gilt ebenfalls als Heimat des Proseccos. Sie ist Ausgangspunkt der sogenannten Proseccostraße. Das Herz der Stadt bildet sie Piazza Cima mit seinem Theater. Wie unser Hotel liegt der Platz an der ehemaligen Contrada Grande (heute Via XX Septembre) und ihren beeindruckenden Häusern mit Arkaden und Fresken. Hierüber betritt man auch den Dom Conegliano, eines der schönsten Gebäude der Stadt. Teile des Doms stammen aus dem 14. Jahrhundert. 


Morgen steht die letzte Etappe auf dem Programm.

Bis danne,
Gimli

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