Tag 4: Kreuzwertheim – Lohr (Die Vinosophen)

Unsere letzte Etappe begann erst einmal mit Räder putzen. Der Wirt unseres Hotels in Kreuzwertheim stellte uns hierfür seinen Gartenschlauch zur Verfügung. Mit frisch geputzten Rädern ging es mainaufwärts durch das Maintal.

Die Strecke zwischen Kreuzwertheim und Lohr sind Obi und ich bereits letztes Jahr gefahren. Zwar in entgegen gesetzter Richtung, was soviel bedeutet, dass wir dieses Jahr ein komplett neue Strecke gefahren sind. Das Schloss in Homburg und die Weinberge im Hintergrund waren eine komplett neue Perspektive.
Aber zusammenfassend können wir sagen, der Gaubahnradweg und das Taubertal sind die schöneren Streckenabschnitte.

In Lengfurt kehrten wir wieder in dem Biergarten am Main ein, wo wir auch letztes Jahr schon waren. Der hat eine sehr gute Auswahl an lokalen Bieren. Wir kamen mit dem Wirt ins Gespräch und erzählten von unserer Rundtour und das dies heute unsere letzte Etappe nach Lohr ist. Er gab uns noch einen Tipp für ein gutes Weinlokal in Lohr. Das wir diesen Tipp noch so extensiv in Anspruch nehmen würden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nach der 2,5 stündigen Pause bei Sonnenschein ging es weiter am Main entlang. Aber warum haben wir auf einmal Gegenwind? Puh, zum Glück hatte sich nur der Wind gedreht. Schlimm wäre es gewesen, wenn wir in die falsche Richtung gefahren wären.

Kurz vor Lohr warfen wir einen Blick auf die Uhr. 15:15 Uhr fährt der Zug. Noch 25 Minuten bis der Zug abfährt und noch knapp 10 Kilometer bis zum Bahnhof. Gas geben oder eine Runde Kaltgetränke in einem Lokal in Lohr genießen? Holger warf noch ein, dass die Runde auf ihn ginge. Er sollte recht behalten. Mit dem ganzen Gepäck war die Zeit einfach zu knapp. Wir fanden einen netten Italiener („Lohrtorstüberl“) und genossen unser Kaltgetränk.

Und hier begann unser genussvoller und philosophischer Aufenthalt in Lohr am Main. Beim Check in der Bahnapp mussten wir feststellen, dass unser Zug um 16:15 Uhr ausfällt. Wir stellten auch fest, dass der Zug um 15.15 Uhr bereits ausgefallen ist. Es hätte also gar nichts genützt, wenn wir uns beeilt hätten. Für den Zug um 17:15 Uhr stand bereits die Warnung drin, dass der Zug überfüllt ist und ein Mitnahme nicht garantiert ist.
Die Kellnerin fragte, ob sie noch was bringen kann? Wir bestellten Wein und teilten uns zwei Pizzen. Wir fragten vorsichtshalber, ob sie auch freie Zimmer hätten. Leider nein, aber zur Not könnten wir auf den Bänken in der Gaststube übernachten. Wir behielten das im Hinterkopf und philosophierten über die Möglichkeiten, die wir haben.

Wir entschlossen uns, den Zug um 18:15 Uhr zu nehmen. Wir zahlten und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Der Bahnsteig war nicht sehr voll. Leider konnte man das von dem Zug nicht behaupten. Wir unternahmen gar nicht erst den sinnlosen Versuch, in den Zug reinzukommen, sondern erinnerten uns an die Empfehlung vom Biergarten in Lengfurt und fuhren zur Weinstube „Mehling“.

Dort bestellten wir natürlich wieder Wein und etwas zu Essen und philosophierten darüber, welcher der folgenden Züge wohl der optimalste wäre, den wir nehmen sollten? Unter Berücksichtigung aller Parameter entschieden wir uns für den vorletzten Zug um 22:15 Uhr. Hier hätte Holger noch die Option seinen Anschlusszug zu bekommen und wir hätten um 23:15 Uhr noch eine Backupoption.

Wir bekamen den Zug und er war verhältnismäßig leer. Nur leider machte die Verspätung wegen Signalstörung Holgers Ansschlussoption zunichte. Aber es fuhr zum Glück noch knapp eine Stunde später ein weiterer Zug zu seinem Ziel.


Die Tour hat uns allen dreien riesigen Spaß gemacht und wir wollen es auf alle Fälle kommendes Jahr wiederholen. Die Planungen werden demnächst beginnen.

Bis bald,
Gimli


Die Zusammenfassung aller Touren der Rundreise:

2 Gedanken zu „Tag 4: Kreuzwertheim – Lohr (Die Vinosophen)“

  1. Vielen Dank für diese sensationelle Tour, die gute Stimmung, den Spaß, die gemeinsamen Kaltgetränke, die tolle Streckenplanung. Auf ein Neues in 2023! Gruß Obi

    1. Es war mir ebenfalls ein Fest mit Euch zu radeln. Die Planungen für nächstes Jahr haben bereits begonnen. 😉

      Liebe Grüße,
      Gimli

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