Auf den Westmännerinseln (Vestmannaeyjar)

Am Donnerstag früh ging es mit dem Bus von Reykjavik zu den Vestmannaeyjar. Hier findet auch das Ultimate Frisbee HAT-Turnier statt, an dem Basti und ich teilnehmen. Das Frühstück im Hotel fiel leider etwas spärlich aus, da es am frühen Morgen einen Feueralarm gab. Ursache war, dass ein Gast zu heiß geduscht hat und der Wasserdampf dann den Rauchmelder ausgelöst hat.

Basti traf ich am Busbahnhof Mjódd. Von dort ging es auf eine zweistündige Fahrt mit dem Überlandbus zur Fähre nach Landeyjahöfn. Wir hatten sonniges Wetter, so dass wir die windige Fährfahrt an Deck verbringen konnten. Da wir den frühen Bus genommen haben, hatten wir ausreichend Zeit für eine Wanderung über die Insel. Genau genommen über die Insel Heimaey, da Vestmannaeyjar die ganze Gruppe aus Inseln, Schären und Felsen bezeichnet. 1973 gab es eine Vulkanausbruchserie des Eldfell, bei der die ganze Insel evakuiert und das Aussehen der Insel grundlegend verändert wurde.


Unsere Wanderung führte uns direkt an der Westküste entlang zum Leuchtturm an der Südspitze der Insel. Das Rätsel, wie der Traktor an die Klippen gekommen ist, konnten wir leider nicht lösen, aber auf dem Weg zum Leuchtturm kamen wir an einem Beobachtungshäuschen vorbei, von wo aus wir wunderbar die Papageientaucher (Puffins) beobachten konnten.
Am Leuchtturm war es unwahrscheinlich windig. Später erfuhren wir, dass diese der windigste Ort Europas ist. Aha!


Am Freitag war der erste Tag des Turniers. Teil des Turniers ist es, dass wir Küken (Pufflings), die sich nachts durch die Lichter der Stadt verirrt haben, retten wollen. Also sogen wir nachts los, um welchen zu finden. Letztes Jahr wurden tausende gerettet. Von unseren einheimischen Organisatoren erfuhren wir, dass dieses Jahr bisher nur sehr wenige Pufflings gerettet wurden, die sich verirrt hatten. Hauptursache ist, dass vermutlich durch die Vorgelgrippe die Geburten sehr stark zurück gegangen sind.
Wir hatten zumindest das Glück, dass wir einen Puffling retten konnten. Über Nacht war dieser im Karton im Kühlraum des Hotels untergebracht, damit es ihm nicht zu warm wurde. In der Mittagspause des Turniers haben wir ihn dann auf den richtigen Weg geschickt.

Puffling Rescue


Bis bald,

Gimli

2 Gedanken zu „Auf den Westmännerinseln (Vestmannaeyjar)“

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