Ab in den Westen nach Eppstein

Die meisten meiner Touren um Frankfurt gingen bisher in nördliche, östliche oder südliche Richtung. Vielleicht liegt es daran, das in westlicher Richtung von mir aus gesehen der Taunus ist und ich mag Berge nicht so wirklich.
Ich wurde aber eines besseren belehrt, die heutige Tour habe ich direkt ins Herz geschlossen.

Gleich zu Beginn habe ich eine schöne Strecke entdeckt, die von Harheim nach Nieder-Eschbach führt. Supi, da habe ich noch mehr Möglichkeiten für weitere Streckenplanungen.
Weiter ging es auf bekannten Wegen durch die Felder in Richtung Eschborn und dann nach Sulzbach. Das witzige an dieser Tour, ich bin bereits 25 Kilometer unterwegs und sehe immer noch die Skyline von Frankfurt und gefühlt bin ich irgendwo auf dem Land. Okay, Nieder-Erlenbach gehört auch irgendwie zu Frankfurt, obwohl es im Gegensatz zu Offenbach nicht mal ’ne Frankfurter Vorwahl hat.

Bei Sulzbach, in einem kleinen Park, legte ich eine kleine Rast ein. Ebbelwoi hätte hier sicherlich auch gut geschmeckt, aber Obi war heute leider nicht dabei. Ich hatte aber Käffchen und Kekse dabei.

Nach drei unterschiedlich langen und steilen Anstiegen erreichte ich mein heutiges Tagesziel Eppstein. Ich machte ein paar Bilder von der Burg und wollte mir noch die wunderschöne Altstadt anschauen. Am Wernerplatz bekam ich plötzlich ein Leuchten in den Augen, als ich ein mir von der Donautour vertrautes Schild sah: „Klosterbrauerei Weltenburg“.
Ich entschloss mich zu einem spontanen Einkehrschwung ins Restaurant „Pflasterschisser“ (was für ein lustiger Name) bzw. nahm an einem 2er Tisch direkt vorm Restaurant platz und bestellte ein dunkles Weltenburger Klosterbier. Zu meiner großen Freude entdeckte ich auf der Speisekarte noch den mallorquinischen Mandelkuchen, der mir in wunderschöner Art und Weise kredenzt wurde. Das Auge isst schließlich mit. Der Kuchen war sehr lecker.
Thilo, falls wir mal in der Gegend von Frankfurt Fahrrad fahren, ich habe ein tolles Ziel und wir können mit der S-Bahn wieder heim fahren.

Die S-Bahn musste ich heute nicht nehmen, sondern den schönen Weg durchs Fischbachtal. Schon vor Bad Soden sah ich wieder die Frankfurter Skyline. In Bad Soden, direkt beim Kurpark steht das Hundertwasserhaus. Ich mag seine Architektur, irgendwie verleihen seine Häuser dem Stadtbild einen schönen Farbtupfer. Die „Champagnerquelle“ im Park ist leider zur Zeit außer Betrieb, aber ich brauchte keine Flüssigkeit für den Rückweg mehr. Wasser kann man übrigens auch kostenlos im „Pflasterschisser“ nachfüllen lassen. Man muss nur zu den Öffnungszeiten da sein. Klappt am besten sonntags. Da ist auch von 11:30 – 15:00 Uhr offen. Sonst ist erst ab 17:00 Uhr offen, außer montags, da hat man ganz schlechte Karten hier.
Ach ja, woher kommt eigentlich der Name „Pflasterschisser“? Das ist ein Spitzname für die Eppsteiner (ich bin mir sicher, ob es wirklich eine gute Idee ist, einen Eppsteiner mit der Bezeichnung „Hi, Pflasterschisser“ zu begrüßen). Der Name rührt daher, dass die Eppsteiner früher für die Nutzung ihrer gepflasterten Straßen Pflasterzoll erhoben hatten.

Die Skyline im Blick ging es wieder zurück nach Hause.


Obi, wir müssen die Tour nochmal mit etwas Ebbelwoi wiederholen, aber nicht zu viel. Es gibt später noch leckeres Bier.

Bis bald,
Gimli

2 Gedanken zu „Ab in den Westen nach Eppstein“

  1. Hallo Stefan, bitte diese Tour ganz bald zur Wiederholung einplanen. Klingt wirklich gut und in den Westen fahr ich ja wirklich immer sehr gerne, das weißt du ja bereits! Immer möglichst weit weg von Offenbach nicht wahr? Liebe Grüße und ich freue mich auf die nächste Tour, Matthias

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